Kein Stress bei der Entwicklung Ihres Kindes

Irgendwie bekommt man das subjektive Gefühl, die Kinder müssen immer mehr in immer kürzerer Zeit lernen. Leider kann man sich oft nicht mehr so gut an seine eigene Kindergarten- oder Grundschulzeit erinnern. Und dennoch hat man das Gefühl, dass Schulen immer mehr den Anspruch hegen, unsere Kinder müssen Top vorbereitet den Start in der 1. Klasse wagen.

Frühförderung im Kindergarten, Englisch, Mathe, pädagogische Angestellte. Aber auch viele Eltern möchten Ihr Kind so früh wie möglich einschulen lassen. Vielleicht zählt da der Gedanke, um so früher, umso größerer ist der Vorsprung vor Anderen. Der Leistungsdruck wird auf unsere Kinder projiziert.

Doch möchten wir natürlich nicht unfair sein. Die Erzieher handeln nach den Zielsetzungen des Bildungsplans unseres Kultusministeriums. Auch möchte der Kindergarten vor den zukünftigen Schulen natürlich ein gutes Bild abgeben. Ja Schulen erwarten auch schon eine Menge „Vorbildung“ durch den Kindergarten. Ob sinnvoll sei dahin gestellt.

Erst mit 7 in die Schule? – Wen kümmert´s

Viele Beispiele sind uns bekannt, in denen ein Kind durch den Amtsarzt zur Schulreifeuntersuchung als „schulbereit“ eingestuft wurde. Das Kind war dennoch in der ersten Klasse überfordert und kam nicht mit. Es träumte herum, wusste nicht wirklich von was da vorn an der Tafel gesprochen wurde. Vertrauen Sie sich und Ihrem Gefühl. Ist Ihr Kind denn wirklich schon bereit für die Schule? Die Einschulung ein Jahr später hilft Ihrem Kind mehr die nötigen Fähigkeiten und Fertigkeiten für den zukünftigen Schulalltag zu sammeln. Auch wenn für uns das Wiederholen der ersten Klasse keine Schande ist, so wird sich das Kind trotzdem fühlen, als hätte es versagt und Bedarf vielen einfühlsamen Gesprächen sowie Motivation.

Eine Wiederholung der Klasse ist kein Weltuntergang

Ihr Kind ist nun in der Schule und die Leistungen sind einfach nicht dort wo diese mindestens sein sollten. Seien Sie ehrlich zu sich und fair Ihrem Kind gegenüber. Manche Kinder brauchen das eine Jahr mehr eben doch. In den meisten Fällen hilft es Ihrem Kind mehr, als sich durch die zweite Klasse zu quälen. Lieber jetzt kurz die Bremse einlegen, als dann in der dritten oder vierten Klasse den Stoff einfach nicht mehr aufholen zu können. Wie oben schon beschrieben, braucht Ihr Kind gerade jetzt viel Motivation und Erklärung, warum nun die Freunde aus der ersten Klasse schon in die Zweite kommen, Ihr Kind selbst aber nicht. Nicht selten gibt es den „glücklichen“ Umstand, dass einige Freunde aus der ursprünglichen Klasse auch die erste Klasse wiederholen. Versuchen Sie, dass Ihr Kind über einen Antrag bei Ihrer Schule in die selbe Klasse kommen. So fällt es nicht ganz so schwer für Ihr Kind und seine Gedanken über sich selbst.

Wir wissen, heutzutage ist es nicht ganz einfach ehrlich zu sich selbst zu sein. Natürlich freut man sich für sein Kind, wenn alles nach „Muster“ oder besser funktioniert. Doch sind die kleinen Mäuse alle individuell und entwickeln gewisse Stärken eben später oder früher als andere. Wichtig ist auf Ihr Kind einzugehen, es positiv zu motivieren und vor allem Ihrem Kind immer zu zeigen, dass Sie es lieb haben – egal was ist. So fühlt es sich aufgefangen und ernst genommen.

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